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Freund*innen Lutherkirche Leer

Gründungsaufruf

Freundinnen und Freunde der Lutherkirche Leer - Der Gründungsaufruf

Liebe Leserin, lieber Leser,

Frau Pastorin Pahlke hat die Lutherkirchengemeinde verlassen. Ihr Stellenanteil betrug 50%. Auf seiner Sitzung am 16.01.2020 hat der Kirchenvorstand sich dafür ausgesprochen, Neuland zu betreten. Da eine halbe Stelle kaum zu besetzen ist, soll nun daraus eine 100%ige werden. Wir erhoffen uns daraus neue Impulse für das Gemeindeleben. Dieses ist sicherlich ein ehrgeiziges Ziel, aber wir gehen davon aus, dass wir es erreichen werden. Eine Projektgruppe wurde eingerichtet, die sich Gedanken zur inhaltlichen Ausrichtung machen wird. Des Weiteren müssen Anträge formuliert werden, um einen Teil der Personalkosten, z.B. durch Zuschüsse der Landeskirche und des Kirchenkreises, zu decken. Allein das wird allerdings nicht ausreichen. Ein Beitrag der Kirchengemeinde ist ebenso erforderlich. Wie wir das Ziel gemeinsam erreichen können, lesen Sie bitte auf den folgenden Seiten. Anregungen und Ideen von Ihnen nehmen wir gerne entgegen. Vielleicht dürfen wir Sie ja bald zu den Freundinnen und Freunden der Lutherkirchengemeinde zählen.


Karl Fleßner

So sieht es aus

Der Wechsel unserer Pastorin Brigitte Pahlke in die Krankenhausseelsorge im Klinikum Leer mit ganzer Stelle macht uns traurig: In 25 Jahren an der Lutherkirche ist Brigitte Pahlke das unverwechselbare Gesicht der Kirchengemeinde geworden. Sie wird den Menschen fehlen. Aber der Kirchenvorstand der Lutherkirchengemeinde Leer freut sich auch für seine Pastorin. Es endet für sie nämlich eine sehr anstrengende 11-jährige Dienstzeit bei sehr unterschiedlichen Arbeitgebern. 

So nimmt der Kirchenvorstand die aktuelle Situation konkret wahr:

  • Eine halbe Pfarrstelle an der Lutherkirchengemeinde ist in Zeiten des Pastorinnenmangels nicht zukunftsfähig zu besetzen. Warum sollte jemand auch für ein halbes Gehalt nach Leer ziehen? Eine Familie lässt sich damit nicht ernähren. Zudem bedeutet eine halbe Stelle bei einem Menschen mit Herzblut für die Sache immer mehr Arbeitszeit als vereinbart. Es widerspricht dem Selbstverständnis einer Pastorin, die Berufung nach 19,25 Stunden „abzulegen“. Wer sehr gute Bewerberinnen ansprechen und für die Lutherkirchengemeinde gewinnen will, muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nehmen. 
  • Zum anderen gibt es eine seit 25 Jahren zu beobachtende Tendenz, dass die Lutherkirchengemeinde kleiner wird. Darauf haben frühere Kirchenvorstände planerisch reagiert: Die Stundenzahl der hauptamtlich Mitarbeitenden wurde nahezu halbiert.  Auch auf der Seite der Gebäudebewirtschaftung haben diese Kirchenvorstände zukunftsfähige Entscheidungen getroffen, indem Standorte in der Kirchstraße, der Kolberger Straße, dem Wendekamp, der Wieringastraße aufgegeben wurden. Zugleich wurde vor 10 Jahren neben der Kirche ein zukunftsfähiges Ensemble aus Pfarrhäusern und einem Gemeindehaus verwirklicht und die Stiftung Lutherkirche Leer gegründet. Auch im Bezug auf die Lutherkirche und deren baulichen Zustand wurden alle Hausaufgaben gemacht. Und die Ahrend-Orgel wird noch kommenden Generationen Freude bereiten.

Sie, liebe Leserin, lieber Leser, haben Ihre eigenen Erinnerungen an diese Zeit. Sie wissen, dass wir die Zeit nicht zurück drehen können. Wohl aber können wir uns erzählen, was wir vermissen, wonach wir uns sehnen, was wir wichtig finden für die Lutherkirchengemeinde.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Überlegungen des Kirchenvorstands für eine zukunftsfähige Gemeinde vorstellen.
Wir sind überzeugt: Nach sehr umfangreicher Finanzierung von Sachen und Gebäuden wird die Lutherkirchengemeinde Leer jetzt in gutes Personal investieren müssen.


So kann es werden

Wir sind davon überzeugt, dass eine Predigerin und Seelsorgerin mit ganzer Stelle an der Lutherkirche neue und wohltuende Akzente setzen kann für die Menschen, die Gemeinde und die Stadt Leer. Sie kann sich auf ihre besonderen Gaben und die Begegnung mit den Menschen konzentrieren. Sie geht dabei die für die Zukunft der Kirchengemeinde wichtigen Schritte nach außen. Familienfreizeiten, social media, Pilgerwege, Bildungsangebote gehören ebenso dazu wie die Begleitung zu den Fest- und den Trauerzeiten des Lebens. Kooperationen mit den Vereinen und Institutionen der Stadt können entwickelt werden. Wir suchen dabei gezielt nach einer Persönlichkeit, die zukunftsfähige und kreative Impulse einbringt. Dabei sollen Mauern, die unsere Kirchengemeinde in bestimmten Kreisen fest halten, überwunden werden. Wir können noch viel erreichen. Die Gute Nachricht gilt allen Menschen, vor allem den Kindern. Eine neue ganze Pfarrstelle an der Lutherkirche Leer bietet dafür die nötigen zeitlichen Freiräume. Und auch das ist uns wichtig: Es tut der Kirchengemeinde gut, wenn eine Pastorin und ein Pastor ungeteilt und im gleichen Umfang und gleichberechtigt vor Ort tätig sind. 
Mit einem solchen Projekt der Ko-Finanzierung einer Pastorin ist für uns als Gemeinde auch ein Umdenken verbunden. Bisher sind wir im Blick auf die Personalausstattung landeskirchlich „von oben“ versorgt worden.
Wir sind überzeugt: Nun ist der eigene Beitrag gefragt. Was können wir tun, damit Sie diesen Aufbruch befürworten? 

Im nächsten Abschnitt wollen wir Ihnen zeigen, wie das große Vorhaben gelingen kann. 


So kann es gehen

Investitionen in das Miteinander von Menschen sind besonders lohnend. Der Kirchenvorstand hat mit der mutigen Einstellung unserer Gemeindehelferin beispielsweise ein ganz neues Feld kirchlicher Arbeit erfolgreich eröffnet – und die Kirchengemeinde erlebt jetzt, dass die Landeskirche und der Kirchenkreis mit ins Boot kommen, Anteile der Finanzierung übernehmen: Das Konzept überzeugt.

So wird die Kirchengemeinde zur Finanzierung einer ganzen Pfarrstelle an der Lutherkirche auch nicht den vollen Betrag aufbringen müssen. Und: Zu jedem Euro, der vor Ort aufgebracht wird, kommt also ein zweiter Euro als Geschenk und Unterstützung dazu. 

Das große Vorhaben wird gelingen, wenn sich 87 Menschen begeistern lassen. 

Wir gründen daher „Die Freundinnen und Freunde der Lutherkirche Leer“ und suchen beispielsweise:

  • 72 Menschen, die monatlich 10 Euro beitragen,
  • 12 Menschen, die monatlich 40 Euro beitragen,
  •   3 Menschen, die monatlich 300 Euro beitragen.

Das ergibt 2.100 Euro pro Monat, mit denen eine zweite Vollzeitstelle an der Lutherkirche geschaffen werden kann.

Zum Zeitpunkt, da diese Zeilen geschrieben werden, haben sich bereits fünf Freund*innen für 10 Euro verpflichtet, eine für 40 Euro und eine für 300 Euro! 

Der Kirchenvorstand ist sich bewusst, dass das Projekt einer zukunftsfähigen Lutherkirchengemeinde nicht über Nacht Wirklichkeit werden kann. Dazu sind bis zur Ausschreibung in 12 Monaten vielfältige Vorgespräche und Beratungen notwendig. Es ist uns wichtig, mit Ihnen darüber ins Gespräch zu kommen, welche Wünsche Sie haben. Zugleich wollen wir mit den Nachbarkirchengemeinden, der Stadtgesellschaft und der Landeskirche sprechen. Dazu ist eine verantwortliche Projektgruppe beauftragt worden. 

Und auch ein weiterer wichtiger Schritt zum Erreichen des Ziels ist bereits getan: Dankbar nehmen wir die Unterstützung des Kirchenkreises Emden-Leer für die nächsten 16 Monate an: Der bekannte und beliebte Leeraner Pastor Thomas Jäckel steht uns für die Zeit der Projektplanung, der Ausschreibung und der Besetzung einer vollen Pfarrstelle an der Lutherkirche mit seinen Gaben zur Verfügung. Er kann und will Pastorin Pahlke nicht ersetzen. Er kann und will seine unverwechselbaren Gaben an der Lutherkirche einbringen. Wir freuen uns auf ihn!

Auf der nächsten Seite möchten wir Ihre Fragen beantworten und Ihnen die unterschiedlichen Beteiligungsmöglichkeiten vorstellen. Ganz entscheidend für alle weiteren Schritte wird nämlich die konkrete Unterstützung aus der Gemeinde sein.